Effiziente Chemikaliendosierung und Gasdispersion
Von den weltweiten Wasserreserven sind nur 3% Süßwasser!
Statische Mischer sind unverzichtbare Komponenten in modernen Wasseraufbereitungsanlagen. Sie sorgen für eine schnelle, homogene und energieeffiziente Vermischung von Chemikalien und Gasen im Wasserstrom.
Durch ihre robuste, wartungsfreie Bauweise eignen sie sich ideal für den Dauerbetrieb in kommunalen und industriellen Anlagen.
Warum Mixinline statische Mischer in der Wasseraufbereitung so wichtig sind
Statische Mischer gewährleisten eine gleichmäßige Verteilung von Dosierstoffen, was die Effizienz nachfolgender Prozessschritte deutlich erhöht. Sie werden direkt in die Rohrleitung, in geschlossene Kanäle oder offene Gerinne integriert und nutzen die vorhandene Strömungsenergie – ganz ohne bewegliche Teile.
MIXINLINE - Mischer sind an vielen Stellen einer Wasseraufbereitungsanlage einsetzbar. Nicht nur bei Neuanlagen, sondern auch in bereits bestehenden Anlagen sind sie ein hilfreiches Instrument um Energie zu sparen. Das dafür spezifische Elementdesign ist außerordentlich flexibel in Form und Größe herzustellen:
- Die Gesamtlänge kann bei geringem Platzbedarf variiert und angepasst werden.
- Große Durchmessernennweiten möglich, theoretisch keine Obergrenzen.
- Elemente für rechteckige oder andere ungewöhnliche Querschnitte und offene Kanalsysteme möglich.
- Große Auswahl an Werkstoffen, die für Trinkwasser zugelassen sind
Typische Einsatzorte
- Gasdispersion - Gaseintrag mehr
Besonders bei der Einbringung von Gasen wie CO₂, O₂ und O₃ sowie bei der Chlorung. - Nach der Dosierung von Koagulantien und pH‑Korrekturmitteln mehr
Für eine schnelle Reaktion und optimale Prozessstabilität. - Vor Flockungs- und Sedimentationsbecken mehr
Zur Bildung stabiler Mikroflocken und Verbesserung der Abscheideleistung. - Vor Sand-, Aktivkohle- oder Membranfiltern mehr
Für eine gleichmäßige Belastung und höhere Filtrationseffizienz. - Verblendung verschiedener Wasserqualitäten mehr
Für eine gleichbleibende Wasserqualität, unabhängig von saisonalen oder geologischen Schwankungen.
Gasdispersion - Gaseintrag
Gasdispersion: CO₂, Sauerstoff und Ozon effizient einmischen
Statische Mischer eignen sich hervorragend zur feinblasigen Dispersion von Gasen. Dadurch wird die Kontaktfläche zwischen Gas und Wasser maximiert – ein entscheidender Faktor für Reaktionsgeschwindigkeit und Wirkungsgrad.
Die Inline - Dispersion eines Gases in ein großes Flüssigkeitsvolumen bedarf sehr häufig eines relativ aufwendigen Equipments. Normalerweise werden große Kompressoren, Druckvorlagebehälter und Tellerbegasungen zur Herstellung feiner Bläschen eingesetzt. In der Wasseraufbereitung ist dies in vielen Fällen eine komplizierte und teure Methode, um eine Gas-/Wasserdispersion herzustellen und Gase in Wasser zu lösen.Bei der Verwendung einer geschickten Kombination aus statischen Mischern erhält man eine einfache, effektive und kostensenkende Alternative. Das System besteht aus einem großen Kontaktmischer, geliefert als geflanschtes Rohrleitungsstück, das direkt in die vorhandene Rohrleitung eingebaut werden kann. Dazu gehört als integraler Bestandteil des Paketes eine kleine Wasserpumpe, ein kleiner Gasdispersionsmischer, Verrohrung, Ventile und Messarmaturen etc.
CO₂ Eintrag (Kohlendioxid)
CO₂ wird vor allem zur pH‑Absenkung und Remineralisierung eingesetzt. Es reagiert schonend mit dem Wasser und bildet Kohlensäure, die den pH‑Wert stabil senkt. Ein statischer Mischer erzeugt feinste CO₂‑Blasen, die eine maximale Löslichkeit und hohe Reaktionsgeschwindigkeit ermöglichen. Dadurch wird der CO₂‑Verbrauch reduziert und die pH‑Regelung besonders präzise. CO₂ ist ideal für Trinkwasseranlagen, Prozesswasseraufbereitung und Anlagen zur Karbonathärte‑Einstellung.
- Ideal zur pH‑Absenkung und Karbonathärte‑Regulierung
- Sehr feine Gasblasen sorgen für hohe Löslichkeit (min. 95%)
- Besonders geeignet für Trinkwasseraufbereitung, Prozesswasser und Remineralisierung
O₂ Eintrag (aus Sauerstoff oder Luft)
Sauerstoff wird in der Wasseraufbereitung zur Belüftung, Oxidation und biologischen Prozessunterstützung eingesetzt. Er verbessert die Abbauleistung biologischer Stufen und oxidiert Stoffe wie Eisen, Mangan oder Schwefelwasserstoff. Statische Mischer sorgen für eine feinblasige Sauerstoffdispersion, die den Eintrag maximiert und die Reaktionszeit verkürzt. Dadurch wird die Effizienz von Oxidations- und Belüftungsprozessen deutlich gesteigert.
- Erhöht den gelösten Sauerstoffgehalt schnell und zuverlässig
- Unterstützt biologische Reinigungsprozesse
- Verbessert Oxidationsreaktionen und Geruchsbeseitigung
- Unterstützt die Biologie in Filtern
O₃ Dispersion (O₃ aus Luft oder Sauerstoff)
Ozon ist eines der stärksten Oxidations- und Desinfektionsmittel in der Wasseraufbereitung. Es entfernt Mikroverunreinigungen, Farbstoffe, Gerüche und Mikroorganismen. Da Ozon hochreaktiv ist, ist eine kontrollierte und homogene Verteilung entscheidend. Statische Mischer erzeugen feinste Ozonblasen und maximieren die Kontaktfläche zwischen Wasser und Gas. Das führt zu einer hohen Ozonlösung, einer effektiven Oxidation und einer sicheren Restozonreduktion.
- Ozon ist eines der stärksten Oxidations- und Desinfektionsmittel
- Eine homogene Verteilung ist entscheidend für Wirksamkeit und Sicherheit
- Statische Mischer erzeugen kontrollierte Mikroblasen für optimale Ozonlösung
- Ozon ist energieaufwendig zu erzeugen. Eine hohe Eintragseffizienz von min. 95% ist entscheidend.
- Ideal für Farbentfernung, Mikroschadstoffabbau und Desinfektion
VORTEILE DES GASDISPERSIONSSYSTEMS
- Vergleichsweise geringe Anschaffungskosten Schnelle Amortisierung der Einsatzkosten
- Sehr leichte Installation einfach in das Bestandswasserwerk integrierbar
- geringer Energiebedarf, dadurch geringe Betriebskosten
Dosierung von Chemikalien
Dosierchemikalien wie CLO2, NaOCL Flockungsmittel oder Flockungshilfsmittel schnell und effizient einmischen
Koagulantien (Aluminiumsalze, Eisen(III)-Salze)
Koagulantien gehören zu den wichtigsten Dosierchemikalien in der Wasseraufbereitung. Sie neutralisieren die Ladung feinster Schwebstoffe und ermöglichen so die Bildung erster Mikroflocken. Dieser Schritt ist entscheidend für eine effiziente Flockung, Sedimentation und Filtration. Durch den Einsatz eines statischen Mischers werden Koagulantien sofort und vollständig im Wasser verteilt, wodurch die Reaktionszeit verkürzt und die Abscheideleistung deutlich verbessert wird. Koagulantien sind unverzichtbar für die Entfernung von Trübstoffen, organischen Belastungen und kolloidalen Partikeln.
Flockungshilfsmittel (Polymere)
Flockungshilfsmittel verstärken die Wirkung der Koagulantien, indem sie Mikroflocken zu größeren, stabilen Flocken verbinden. Diese Polymere werden häufig in Sedimentations- und Filtrationsstufen eingesetzt, um die Abscheideleistung zu erhöhen und die Betriebskosten zu senken. Ein statischer Mischer sorgt dafür, dass die empfindlichen Polymere gleichmäßig und ohne Klumpenbildung eingemischt werden. Das Ergebnis ist eine optimale Flockenstruktur, die zu einer höheren Klarwasserqualität führt.
pH‑Korrekturmittel (Natronlauge, Schwefelsäure, CO₂)
pH‑Korrekturmittel werden eingesetzt, um den pH‑Wert des Wassers zu stabilisieren und optimale Bedingungen für chemische und biologische Prozesse zu schaffen. Natronlauge und Schwefelsäure dienen der schnellen pH‑Anpassung, während CO₂ eine besonders schonende und kontrollierte pH‑Absenkung ermöglicht. Statische Mischer verhindern lokale Überdosierungen und sorgen für eine sofortige, homogene Verteilung im Wasser. Dadurch wird die Prozessstabilität erhöht und die Anlagenkomponenten werden vor Korrosion geschützt.
Natriumhypochlorit (NaOCl)
Natriumhypochlorit ist eine flüssige Form der Chlorung und wird häufig in kommunalen und industriellen Anlagen eingesetzt. Es ist einfach zu handhaben und bietet eine zuverlässige Desinfektionswirkung. Durch die Inline‑Vermischung mit einem statischen Mischer wird Natriumhypochlorit schnell und homogen verteilt, was die Wirksamkeit erhöht und den Chemikalienverbrauch reduziert. Ideal für Restchlor‑Einstellung und kontinuierliche Desinfektionsprozesse.
Antiscalants / Härtestabilisatoren
Antiscalants verhindern Kalk- und Mineralablagerungen in Membrananlagen, Wärmetauschern und Rohrleitungen. Sie stabilisieren Härtebildner und verhindern Ausfällungen, die den Betrieb beeinträchtigen könnten. Ein statischer Mischer sorgt für eine gleichmäßige Verteilung im gesamten Wasserstrom, wodurch die Schutzwirkung maximiert und die Lebensdauer der Anlagenkomponenten verlängert wird.
Natriumhypochlorit (NaOCl)
Natriumhypochlorit ist eine flüssige Form der Chlorung und wird häufig in kommunalen und industriellen Anlagen eingesetzt. Es ist einfach zu handhaben und bietet eine zuverlässige Desinfektionswirkung. Durch die Inline‑Vermischung mit einem statischen Mischer wird Natriumhypochlorit schnell und homogen verteilt, was die Wirksamkeit erhöht und den Chemikalienverbrauch reduziert. Ideal für Restchlor‑Einstellung und kontinuierliche Desinfektionsprozesse. Durch die sofortige Durchmischung wird sichergestellt, dass jede Wassermenge die erforderliche Desinfektionswirkung erhält.
Chlor (Cl₂)
Chlor ist ein bewährtes Desinfektionsmittel und wird weltweit zur Trinkwasserdesinfektion eingesetzt. Es wirkt zuverlässig gegen Bakterien, Viren und andere Mikroorganismen. Ein statischer Mischer stellt sicher, dass Chlor sofort und gleichmäßig im Wasser verteilt wird, wodurch die Desinfektionswirkung stabil bleibt und Überdosierungen vermieden werden. Chlor eignet sich besonders für Anlagen, die eine kontinuierliche und robuste Desinfektion benötigen.
Pulveraktivkohle (PAC)
Pulveraktivkohle wird zur Entfernung von organischen Stoffen, Gerüchen, Geschmacksstoffen und Mikroschadstoffen eingesetzt. Damit PAC ihre volle Adsorptionsleistung entfalten kann, muss sie gleichmäßig im Wasser verteilt werden. Statische Mischer verhindern Agglomeration und sorgen für eine optimale Kontaktzeit zwischen Aktivkohle und Wasser. Das führt zu einer deutlich verbesserten Reinigungsleistung.
Verblendung verschiedener Wasserqualitäten
Statische Mischer: Die ideale Lösung für die Wasserverblendung
Die Verblendung verschiedener Wasserqualitäten – auch bekannt als Blending – ist ein zentraler Prozess in der modernen Wasseraufbereitung. Viele Wasserwerke nutzen mehrere Brunnen, Quellen oder Reservoirs, deren Rohwässer sich in Härte, Mineralgehalt, pH‑Wert oder Belastung deutlich unterscheiden. Durch gezielte Mischung entsteht ein homogenes, normgerechtes und geschmacklich stabiles Trinkwasser.Für eine zuverlässige Verblendung werden häufig statische Mischer eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass unterschiedliche Wasserströme sofort und vollständig homogenisiert werden – ganz ohne bewegliche Teile oder zusätzlichen Energiebedarf.
Typische Einsatzorte für die Verblendung von Rohwässern
- Hinter der Zusammenführung mehrerer Brunnenleitungen - Hier wird das Rohwasser aus verschiedenen Quellen zu einem einheitlichen Mischwasser homogenisiert.
- Vor der eigentlichen Wasseraufbereitung - Eine stabile Ausgangsqualität verbessert Flockung, Filtration, Desinfektion und Oxidation.
- Nach Teilstrombehandlungen - z.B.
- Mischung von enthärtetem und unbehandeltem Wasser
- Kombination von Aktivkohlefiltrat und Rohwasser
- Blending von Ozon-, Sauerstoff- oder CO₂‑konditionierten Teilströmen
- Vor Reinwasserbehältern oder Speicheranlagen - Damit das gespeicherte Wasser überall die gleiche Qualität aufweist.
Optimale Platzierung statischer Mischer
Die beste Leistung erzielen statische Mischer, wenn sie unmittelbar nach der Dosierstelle installiert werden.
Dadurch wird sichergestellt, dass Chemikalien und Gase sofort und vollständig im Wasser verteilt werden.
Eine direkt am statischen Mischer platzierte Dosierstelle optimiert den Mischprozess für die jeweilige Mischelementgeometrie.
Ihre Vorteile
- Sparen Sie Flockungsmittel durch effiziente und schnelle Einmischung und anschließende Ruhezone, denn dadurch bleibt die Flocke intakt und lässt sich einwandfrei vom Wasser trennen.
- Sparen Sie Energie durch optimierten Gaseintrag (Erhöhung der Masseneintragseffizienz), denn Gase wie z.B. Ozon müssen energieaufwendig hergestellt und später wieder zerstört werden.
- Sparen Sie Chemikalien durch effiziente Einmischung, denn schlechte Einmischung führt zu Über- und/oder Unterdosierung.
- Sparen Sie Platz durch optimierte Auslegung eines statischen Mischers
- Erhöhen Sie die Wasserqualität für Ihre Verbraucher
Ergänzung
Vor einem Vergleich von verschiedenen statischen Mischern muss festgestellt werden, ob der gewünschte Durchmischungsgrad innerhalb des Mischers, oder - wie bei kurzen Mischern üblich - erst in der nachfolgenden Rohrleitung erreicht wird. Kurze Mischer erreichen oft keine komplette Mischung in Ihrer eigenen Länge, sie initiieren lediglich den Mischprozess. Kurze Mischer benötigen in jedem Fall adäquate nachfolgende Rohrleitung, die idealerweise geradlinig verläuft und Turbulenzen ermöglichen sollte, damit die Mischqualität erhöht wird. Der Vergleich eines kurzen Mischers mit einem Mischer mit mehreren Elementen hinsichtlich Baulänge und Druckverlust sollte deshalb immer die notwendige Mischstrecke in der nachgeschalteten Rohrleitung mit einbeziehen. Einige kurze Mixinline Mischer liefern jedoch auch, unter bestimmten Voraussetzungen, die geforderte Mischqualität in kurzer Bauweise.


